Die Laffer-Kurve

7. Februar 2019

Der US-Ökonom Arthur B. Laffer behauptet, dass sich das Steueraufkommen trotz einer Senkung der Steuersätze erhöht. Durch die sogenannte Laffer-Kurve wird die Abhängigkeit des Steueraufkommens von der Höhe des Steuersatzes dargestellt. Diese Interdependenz führt zu einer nach unten geöffnete Parabel, deshalb wird angenommen, dass jedes gewinnabhängige Steueraufkommen durch zwei Steuersätze erzielt werden kann. Die Kernaussage lautet, dass ein niedriger Steuersatz, der auf hohe Gewinne der Unternehmen zur Anwendung kommt, dem Staat genauso viel Einnahmen wie ein hoher Steuersatz aus geringen Gewinnen beschert. Eine mutige, aber nicht verifizierte Aussage. Welche Annahmen unterstellt Laffer?

Der hohe Steuersatz führt zu negativen Leistungsanreizen und dieser Sachverhalt führt dann zu geringeren Unternehmensgewinnen. Daraus resultieren, nach Laffers Auffassung, Steuerwiderstände und der Steuertarif wirkt leistungsmindernd. Nur die Senkung des Einkommensteuersatzes wird zu einer Erhöhung des Steueraufkommens führen.

Diese wissenschaftlich umstrittene These wurde in den 1970er Jahren durch den US-Ökonomen Laffer finanzwissenschaftlich untersucht und in den 1980er Jahren durch den US-Präsidenten Ronald Reagan wirtschaftspolitisch umgesetzt. Am Ende der Reagan-Ära stand die US-Administration vor einem enormen Berg von Schulden.

Meine persönliche Meinung: Das klingt alles nicht sehr überzeugend. Warum hat es Laffer seit den 1970 er Jahren nicht geschafft sein Theorem wissenschaftlich zu begründen? Den wissenschaftlichen Beweis hat Laffer bis heute nicht erbracht. Vielleicht sollte Arthur B. Laffer darüber nachdenken, dass wir “tätige Wesen” im Sinne von Hannah Arendt sind und unsere Arbeitsleistung eben nicht vom Steuertarif abhängt.