Leverage-Effekt

10. Januar 2021

Bei diesem Hebeleffekt (leverage (engl.) steht für „Hebelwirkung“) führen kleine Änderungen einer Variablen zu großen Ausschlägen im Resultat. Bei der Berechnung dieses Effektes geht man davon aus, dass die Gesamtkapitalrentabilität [1] (rGK) höher ist als der Fremdkapitalzinssatz (rFK). Wird nun der Verschuldungsgrad, also das Verhältnis von Fremd- und Eigenkapital, in einer Unternehmung erhöht, steigt auch die Rendite des eingesetzten Eigenkapitals (rEK).

Formelmäßig lässt sich der Sachverhalt folgendermaßen darstellen:

rEK  = rGK + V x (rGK  – rFK)   

Wobei V den Verschuldungsgrad angibt und das x das Multiplikationszeichen darstellt.

Unter der Voraussetzung, dass das Fremdkapital weniger Zinsen verlangt als die Gesamtkapitalrentabilität erbringt, kann gefolgert werden, das ein höherer Verschuldungsgrad eine höhere Rendite für das Eigenkapital liefert.

So haben Schulden auch ihre guten Seiten und Gordon Geko (gespielt von Michael Douglas im Film Wall Street II) nannten diesen Effekt „Brechstangenbanking“.

 

[1] Die Gesamtkapitalrentabilität kann auch als interner Zinsfuß, der häufig für Investitionsentscheidungen genutzt wird, dargestellt werden.