AllgemeinUmweltWirtschaftswachstumTäuschen uns unsere Sinne?

20. März 2020

Da offensichtlich mehr Menschen als bisher meine Homepage besuchen, habe ich mir überlegt, den von mir seit vielen Jahren beschriebenen Zusammenhang zwischen der Atmosphäre und der Biosphäre noch einmal auf die erste Seite dieser Homepage zu stellen. Ich klicke also alte, von mir veröffentlichte, Artikel zusammen. Ob diese Vorgehensweise vernünftig ist, lässt sich schwer beurteilen, weil Sachverhalte auch aus dem Zusammenhang gerissen werden. Also Vorsicht! Es handelt sich um Kürzungen, die von mir vorgenommen wurden. Da ich auf dieser Homepage keine eigenen wissenschaftlichen Arbeiten verfasse und veröffentliche, sondern meine Meinung publiziere, ist dies auch kein Problem. Ich wäre im Übrigen sehr froh und glücklich, wenn meine Vermutungen, hinsichtlich dieser Thematik, nicht zutreffen würden. (Dies trifft wahrscheinlich auch auf die gesamte Klimaforschung zu.)

Uns bleibt nicht mehr viel Zeit

Wenn wir weiterhin auf dieser Erde leben wollen, müssen wir einiges verändern, um die Klimakatastrophe abzuwenden. Der Begriff Klimakatastrophe ist semantisch nicht korrekt, da das Klima natürlich kein Subjekt ist und deshalb keine Katastrophen erleben kann. Weitläufig wird der Begriff »Klimawandel« benutzt. Der Begriff ist semantisch zutreffender, aber auch eine Verniedlichung dessen, was da auf uns zurollt. Wenn ein Mensch krank wird, sprechen wir von einer Krankheit und keineswegs vom Gesundheitswandel. Die Krankheit der Erde wird aber Klimawandel genannt. Der Begriff Klimakatastrophe ist nur noch selten zu finden, er beschreibt auch nicht den gegenwärtigen Zustand, sondern die Folge des Klimawandels. Die Katastrophe tritt dann ein, wenn die CO2 – Konzentration einen bestimmten Wert überschreitet, dann verwandelt sich die Erde in ein urzeitliches Treibhaus und Menschenleben ist dann nicht mehr möglich.

Klimawandel und Corona-Virus haben mindestens eine Gemeinsamkeit

Der Klimawandel wird von großen Teilen der Bevölkerung überhaupt nicht ernst genommen, weil der CO2-Austoss eine saubere Emission ist. Schmutzige Emissionen, wie Wasserverschmutzungen oder stinkendes Schwefeldioxid in der Luft, werden sofort wahrgenommen und als unangenehm charakterisiert. Die entscheidende Verbindung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt sind die menschlichen Sinne. Um zu erfahren, wie die Welt beziehungsweise die Umwelt um uns herum beschaffen ist, benötigen wir unsere menschlichen Sinne (Riechen, Sehen, Hören, Schmecken und Tasten). Um die CO2–Problematik erfassen zu können, reichen unsere Sinne aber nicht aus. Wir glauben häufig nur das, was wir auch sinnlich wahrnehmen können. Deshalb wird der Klimawandel von einigen Politikvertretern (vornehmlich in den USA) geleugnet. CO2 kann man weder riechen, sehen, hören, schmecken noch tasten. Der CO2–Ausstoß (circa 65 Millionen Tonnen pro Tag) ist eine sogenannte „saubere Emission“, wird kaum wahrgenommen und spielt im Leben der Menschen eigentlich keine Rolle. Außerdem sind die Natur und das Klima träge Systeme, die spät reagieren. Deshalb werden die Auswirkungen des Klimawandels wahrscheinlich erst in der Zukunft sichtbar, dann ist eine Umkehr aber nicht mehr möglich. Im Gegensatz zu anderen Katastrophen ist es nicht irgendwann vorbei und das Leben formiert sich neu. Die Kehrseite des trägen Klimawandels ist, dass das veränderte Klima mit allen Konsequenzen bleiben wird. Im Klimawandel sind Ursache und Wirkung nicht identisch, das hat zur Folge, dass keine Identität zwischen dem Verursacher und dem Träger der Konsequenzen besteht. Das führt zu dem Paradoxon, dass die Verursacher vermutlich den geringsten Schaden zu schultern haben, während die Opfer, die es nicht verursacht haben, mit den großen Schäden leben müssen. Beispielsweise sitzt der Verursacher an einem anderen Ort der Erde als der Träger der Konsequenzen. Daraus erklärt sich ebenfalls die gefühlte Verantwortungslosigkeit vieler Menschen.

Der letzte Absatz lässt sich 1:1 auf das Corona-Virus übertragen. Wir können es nicht mit unseren Sinnen wahrnehmen, wissen aber, dass dieses unsichtbare Virus Menschenleben vernichten kann. Das haben nun hoffentlich viele Menschen verstanden. Nun ist es wichtig, zu verstehen, dass eine hohe CO2 – Konzentration in der Atmosphäre nicht nur das Wetter verändert, sondern dass die Mikroorganismen (z.B. Viren) in ihrer Entstehung begünstigt werden und schwerste Krankheiten und Seuchen verbreiten können.

CO2 ist ein ubiquitäres Gas

Sowohl CO2 als auch O2 verteilen sich relativ rasch in der Troposphäre[1]. CO2 ist ein ubiquitäres Gas und es gibt keine nennenswerten regionalen und zeitlichen Konzentrationsunterschiede. Deshalb ist es vollkommen gleichgültig an welcher Stelle der Welt die CO2-Konzentrationen zunehmen – und die Konzentrationen nehmen nach wie vor zu. Wenn Deutschland einen Rückgang meldet, werden in anderen Teilen der Welt die Konzentrationen zunehmen. Diese ewigen Schuldzuweisungen bringen überhaupt nichts, außer – die Profilneurosen der Politiker zu stärken. Wenn VW in China ein neues Werk baut und seine Autos dort verkauft, nehmen die Konzentrationen in China zu und in Deutschland ab – toller Erfolg in der Klimapolitik.

 Fazit

Die Atmosphäre verändert sich durch den anthropogenen Klimawandel und somit verändert sich die Biosphäre. Dies ist beim Artensterben zu beobachten und die Viren nehmen ebenfalls zu. Ob dies passgenau für den Corona-Virus zutrifft, kann ich natürlich nicht sagen. Da sich Virologen i.d.R. auch nicht mit dem Klimawandel beschäftigen, werden wir hier auch keine Bestätigung finden. Hier rächt sich die neoliberale Wende der 1990 er Jahre, die auch das Bildungswesen gewendet hat. Es wurde auf effiziente Spezialisierung gesetzt. So haben wir heute viele sehr gut ausgebildete Virologen, die aber unzureichend über den Klimawandel ausgebildet wurden. Für die Klimaforscher gilt das gleiche. Ich halte es für einen sehr großen Fehler, im Bildungssektor die Disziplinen zunehmend zu trennen und nach ökonomischen Effizienz- und Verwertungsimperativen auszurichten.[2]

Ich gehe nach meinem gegenwärtigen Kenntnisstand davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen der Wirkung der CO2 – Konzentration in der Atmosphäre und der Zellfunktionen, insbesondere der Enzymfunktionen, gibt. Falls jemand gegenteilige Informationen hat, wäre ich über eine Rückmeldung sehr dankbar.

 

[1] Im Bereich der oberen Troposphäre bis zur Stratosphäre befinden sich dynamisch verlagernde Starkwindbänder, die Jetstream genannt werden. Hier findet die Wetteraktivität statt, die in der unterhalb nahtlos angrenzender Tropopause endet. Die Tropopause liegt breitenabhängig in 6 bis 18 km Höhe und ist die maßgebliche Grenzfläche der Erdatmosphäre. Sie trennt die vom Wetter geprägte Troposphäre von der Stratosphäre. Die stabil geschichtete und auffallend trockene Stratosphäre liegt über der Troposphäre, hier finden keine nennenswerten Wetteraktivitäten statt.

[2] Zu dieser Thematik sind einige „Bildungs“-Blogs auf dieser Homepage zu finden.